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DIE LERNBRÜCKE

Die Methode

Was ist Suggestopädie? Ist Superlearning dasselbe? Und Suggestopädagogik?

Alle diese Bezeichnungen gehen zurück auf den bulgarischen Mediziner und Psychotherapeuten Professor Lozanov, der ausgehend von seinen Untersuchungen über das Gedächtnis eine ganzheitliche Lernmethode entwickelte, die er zuerst Suggestologie, die Lehre von der Suggestion und dann Suggestopädie nannte.

Diese "revolutionäre" Lerntechnik wurde im Westen bekannt durch ein Buch zweier  amerikanischer Journalisten, die über Geheimwissen hinter dem Eisernen Vorhang schrieben. Suggestopädie wurde darin als die Wunderwaffe bei der Ausbildung der östlichen  Eliten beschrieben.
Angeblich sollte es möglich sein, zum Beispiel tausende von Wörtern einer Fremdsprache mühelos in wenigen Tagen zu lernen.

In Amerika wurde die Suggestopädie auf den amerikanischen Markt zugeschnitten und als  Superlearning verkauft. Ende der 70er Jahre fing Superlearning an, sich in Europa auszubreiten, insbesondere in der Form von Kassettenprogrammen, mit denen man laut manchen Anbietern fast im Schlaf lernen konnte.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten bald, daß die Suggestopädie, richtig angewendet, tatsächlich überdurchschnittliche Lernergebnisse liefern kann.

Seit Beginn der achtziger Jahren gibt es in Deutschland eine Vielzahl von Suggestopäden, Suggestopädagogen etc., die inzwischen mehr oder weniger alle die Suggestopädie nach ihrem persönlichen Modell umgeformt haben, mit anderen  Elementen angereichert haben und weite Verbreitung gefunden haben.

Die zentrale These der Suggestopädie besteht darin, daß die Merkfähigkeit des Gehirns viel höher ist, als man gemeinhin  denkt. Die Leistung des Gedächtnisses wird jedoch bei den meisten Lernenden durch bewußte und unbewußte Suggestionen eingeschränkt. So kann die volle Leistungsfähigkeit erst erreicht werden, wenn beim Lernenden durch die  entsprechenden positiven Suggestionen erreicht wird, daß er seine ganze Kapazität benützt. Das heißt aber, um mit dem gängigen Modell der Hirnforschung zu sprechen. daß er nicht nur rechte und linke Lernhälfte beim Lernen einsetzt, sondern  auch bewußte und un(ter)bewußte Teile seines Bewußtseins. nützt

Dies erreicht die Suggestopädie zum Beispiel durch den Einsatz von Suggestionsformeln, die auf verschiedenen Ebenen  bewirken, daß das Selbstvertrauen des Lernenden gestärkt wird, daß er durch zunehmende Entspannungsfähigkeit mentale Blocks abbaut, die Aufnahmefähigkeit erhöht und ganz allgemein die Leistungsfähigkeit verbessert.
Eine wichtige "Suggestion" ist auch der Einsatz von ausgesuchter Musik.

Herzstück für die Arbeit mit der Suggestopädie ist der sogenannte suggestopädische Kreislauf. Der Lernstoff wird so  aufbereitet, daß er in den 4 Phasen dieses Kreislaufs dauerhaft im Gedächtnis des Lernenden verankert wird. 
Neu und besonders effektiv sind dabei der Einsatz von ausgewählter Musik, die gezielt nach ihrer Wirkung eingestzt wird, der Einsatz von mentalen Techniken wie Entspannungsübungen, Visualierungstechniken, Tagträumen und, in der modernen  Suggestopädie, die Betonung des spielerischen Elements und der Bewegung.

Suggestopädie wird besonders gern im Sprachenunterricht verwendet, hat aber zunehmende Bedeutung auch in anderen Unterrichtsfächern gewonnen. Wenn auch immer mehr Lehrer in Schulen suggestopädische Elemente einsetzen, so ist  doch die Wirtschaft bei der Arbeit mit Suggestopädie führend, in unzähligen Weiterbildungs- und Ausbildungsabteilungen  sitzen ausgebildete Suggestopäden, die ihre Mitarbeiter durch den Einsatz modernster  Lehr- und Lernmethoden auf die Anforderungen eines sich immer schneller ändernden Wissenskanons vorbereiten

Der suggestopädische Kreislauf
 

Decodierung

Aktivkonzert

Passivkonzert

Aktivierung

2. A

In der Decodierungsphase wird der Stoff, der gelernt werden soll, griffig gemacht. Mittels verschiedener lerntechnisch anregender Methoden wird der Stoff zum ersten Mal vom Lernenden "angedacht". Dies kann spielerisch, durch Assoziationstechniken, etc geschehen. Nach suggestopädischem Verständnis geht es hier noch nicht um ein langfristiges Abspeichern der Information.

Im Aktivkonzert wird der Lernstoff, der idealerweise in eine kleine Geschichte, einen Dialog oder sonst eine für den Lernenden interessante und relevante Form gebracht worden ist, vor dem Hintergrund ausgesuchter  (klassischer/romantischer) Musikstücke vom Lehrenden auf "dramatische" Art und Weise so vorgetragen, daß sich der besondere Rhythmus des Lernstoffes (z.B. eine Sprache), die Geschichte, die Mimik und Gestik des Vortragenden und die  Musik zu einem "konzerthaftem" Gesamteffekt verbinden und alle Ebenen des Lernenden nachhaltig ansprechen.

Im Passivkonzert wird der Lernende mittels diverser Entspannungstechniken (z.B. progressive Muskelentspannung nach  Jacobson, Traumreise) in einen entspannten Zustand versetzt (leichte Trance) in dem er besonders aufnahmefähig ist. Als  Hintergrund dient in der Regel ausgewählte Barockmusik (Largos) oder speziell komponierte Entspannungsmusik. Der  Lernstoff wird wiederum in einem besonderen Rhythmus vorgetragen (z.B. auf der Basis des Yoga Atemrhythmus). Der  Lernende folgt "passiv" dem Vortrag. Der Stoff kann "tief" im Langzeitgedächtnis abgespeichert werden. Erfahrungsgemäßt  muß etwas Zeit vergehen (idealerweise eine Nacht), bis er aktiviert werden kann.

Die Aktivierungsphase nimmt die  meiste Zeit in Anspruch. Hier sind der Kreativität und der Flexibilität des Lehrenden und  der Lernenden keine Grenzen gesetzt. Mit allen Arten von Spielen - Brettspielen, Ballspielen, Rollenspielen, Memory, Puzzles, Quizz etc., aber auch mit traditionellen Übungen, Leseübungen, Abfragen, grammatische Übungen werden die bisher mehr passiv aufgenommenen Inhalte verfügbar gemacht. Hier geht es darum, den Transfer in die Lebenswirklichkeit  des Lernenden zu schaffen. Deshalb gehören bei den guten Vertretern der Suggestopädie immer auch kommunikative  Elemente dazu. In realitätsnahen Situationen wird der Transfer des Wissens geübt. Die Realitätsnähe darf dabei allerdings durch kreative Elemente verfremdet sein, wie zum Beispiel durch Verkleidung, durch Komik etc., um dem Lernenden ein "spielerisches Umsetzen" zu ermöglichen.

Literatur

Wissenschaftliche Untersuchungen

Links zur Suggestopädie:

Deutsche Gesellschaft für suggestopädisches Lernen und Lehren (DGSL)