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Superlearning am Bodensee, Südkurier

Englisch lernen beim Ballspiel am See
Lernbrücke in Friedrichshafen: Sprachkurse nach der Methode des entspannten Lernens

Die Englischlehrerin Joan aus Ohio, der Koch Paul aus London und Joe,  Undercover-Cop aus L.A., stehen am Ufer des Bodensees und tragen abwechselnd aus einem Ordner englische Sätze vor. Argwöhnisch betrachten die Passanten die kleine Gruppe. Manche halten sie für eine Bibelgruppe, eine Sekte.

Joan, Paul und Joe sind Anfänger im Englischen. Für eine Woche haben sich die  drei diese  Fantasie-Identitäten ausgedacht, sieben Tage, in denen sie nur Englisch reden, außer beim Mittagessen. Sie  haben den Basiskurs II bei der Lernbrücke in Friedrichshafen belegt. Joan alias Agnes Stihl (57) arbeitet im  wirklichen Leben im Labor bei Lawson Mardon in Singen, Paul, alias Waldemar  Czyselski (45) ist  Abteilungsleiter Arbeitsvorbereitung-Betriebsmittelkonstruktion bei der Mannesmann-Tochter VDO in Bebra  und Joe alias Joachim Engler (38) kommt aus Konstanz, wo er für den  Kundendienst bei Siemens  ElectroCom zuständig ist. Englisch hatten sie alle zuletzt in der Schule, einige Vokabeln kennen sie noch, doch in ihren Betrieben  wir Englisch mit zunehmender Globalisierung immer wichtiger und ist Geschäftssprache Nummer eins. 2100 Mark zahlt ihr Arbeitgeber für den Sprachkurs bei der Lernbrücke.

Spaß gehört bei Erwin Zwirner zum Lernkonzept. Der selbständige Trainer, der Kurse bei der Lernbrücke in Friedrichshafen leitet, die er mit Detlef Grunow,  einem der Geschäftsführer vor 16 Jahren aufgebaut hat,  unterrichtet nach der  Methode des suggestopädischen Lernens. Er wirft den dreien abwechselnd einen  Ball  zu und lässt sie einen englischen Satz ins Deutsche übersetzen.  Spielerisch, wie beim Mensch-Ãrgere-dich-nicht, lehrt er seine Schüler die Vergangenheitsformen. Jedesmal, wenn sie mit ihrer Figur auf ein neues Feld rücken, müssen sie das Präteritum eines unregelmäßigen Verbs wissen.

In dem Schulungsraum mit Blick auf den See hängen Fotografien  von London, kleine Zettel mit Vokabeln  baumeln am Vorhang, auf dem Tisch liegen Karteikärtchen mit Redewendungen und die Figuren vom  morgendlichen Verb-Training  tummeln sich noch auf dem Spielplan. Erwin Zwirner korrigiert hie und da, aber  nur die groben Fehler. "Wichtig ist es, die Scheu vor dem Sprechen zu  verlieren", satgt er. Er arbeitet viel mit Musik. Joan, Paul und Joe kommen gerade vom Mittagessen und lassen sich in den  bequemen Sesseln nieder. Satt und ein wenig müde sind sie.
Doch die Zeit rast. Obwohl sie von 8.30 bis 18.30  zusammen sind, kommen ihnen die Tage sehr kurz vor. Noch nie haben sie einen Sprachkurs gemacht, bei dem sie so viel Spaß hatten. "Das ist ein bißchen wie  Urlaubt", lacht Paul. Dann schließen sie die Augen, die beruhigende Musik  gleitet aus den Lautsprechern in  ihre Körper: "Close your eyes, relax and concentrate completely on yourselves", sagt Erwin Zwirner mit ruhiger Stimme. Er führt sie an einen imaginären Strand, in die Sonne, lässt sie im warmen Sand ausruhen.  Dort, völlig entspannt, spricht er englischeRedewendungen, übersetzt diese ins Deutsche und wiederholt sie  noch einmal auf Englisch. Am Ender der Entspannung kommt der Ball ins Spiel. Lachend wirft Erwin Zwirner  den  Teilnehmern einen Ball zu und die Sätze, die sie eben am Strand gehört haben, und sie müssen fangen und übersetzen.
Die Musik soll sowohl die linke  Gehirnhälfte, die Informationen aufnimmt, als auch die rechte Gehirnhälfte  einbeziehen. Letztere reagiert sensibel auf die Intonation der Wörter, ermöglicht dem Teilnehmer, mit bestimmten Vokabeln Bilder zu verbinden. "Beim Entspannen lässt man los und ist besonders aufnahmefä¤hig, denn das Unterbewußtsein wird aktiviert", erklärt Erwin Zwirner. Die Kassette mit der Entspannungsmusik haben Joan, Paul und Joe schon zwei Wochen vor dem Kurs  zugeschickt bekommen.

"Wichtig ist es, die Scheu vor dem Sprechen zu verlieren"
Erwin  Zwirner, Trainer bei der Lernbrücke.

Diese Methode des entspannten Lernens stammt von dem bulgarischen Arzt und Psychotherpeuten Georgi Lozanov, der Mitte der 60er Jahre an der Universität Sofia die Funktionsweise des Gehirns untersuchte und  heraus fand, dass der  herkömmliche Frontaluntericht nur einen Teil der Hirnkapazität nutzt, Heinz Mandl, Pädagogikprofessor an der Universität München, der seit zwei Jahrzehnten über das Lernen forscht, hat  herausgefunden, dass Kandidaten mit der Methode des  entspannten Lernens nach 69 Englischstunden genauso viel an Wissen ansammeln,  wie andere, die 256 Stunden (anderthalb Jahre) nach der Frontalmethode paukten.  Sie waren beim Sprechen, Hörverständnis und dem Umgang mit Alltagsproblemen sogar besser als die Vergleichsgruppe - und hochmotiviert.

Zu den Unternehmen, die ihre Mittarbeiter zur Sprachschulung nach  Friedrichshafen schicken, gehören auch  Novartis, BMW, Audi, Oberlandglas in Bad Wurzach. Am wenigsten Teilnehmer kommen von Unternehmen aus der Region: "Da  kommt ein bisschen die schwäbische Mentalität durch", meint Zwirner. "Für eine  softe Sache, wie Sprachkurse, sitzt das Geld nicht so locker. 

Mannesmann VDO meldet seit Jahren immer wieder Mitarbeiter an. Paul wird seinen Arbeitskollegen nach seiner Rückkehr einen Zahn ziehen: "Auf einem  Schnarchkurs" war er nicht. Dieses Urteil über den Kurs bei  der Lernbrücke äußerten viele seiner Kollegen, die davon hörten, selbst aber nie teilgenommen haben.

Birgit Brink